Holzbildhauerei Schnitzophren

Seit 2006 arbeiten Lena Schorno und Simea Menzel gemeinsam in Ihrer Holzbildhauerei Schnitzophren in Berlin an den verschiedensten Projekten. Die beiden gelernten Holzbildhauerinnen arbeiten hauptsächlich mit Holz. Ihre Arbeiten sind vor allem naturalistischer Art, beschränken sich aber keineswegs auf das reine Abbilden.

Es wird eng zusammen gearbeitet oft auch gemeinsam an einer Skulptur. Die Künstlerinnen mischen das Banale mit dem Obskuren und schaffen so die Verbindung zwischen Tradition und Innovation ohne dabei ihre Herkunft zu leugnen. Neben dem künstlerischen Aspekt, ist ihren vielfältigen Werken anzusehen, dass die beiden das Arbeiten mit Holz beherrschen und die verschiedenen Möglichkeiten des Werkstoffes auszunützen wissen.

Simea Menzel und Lena Schorno sind nach Ihrer vierjährigen Ausbildung zu eidgenössisch diplomierten Holzbildhauerinnen an der Schule für Holzbildhauerei und bei der Heinz Schild AG in Brienz, Schweiz, zusammen nach Berlin, Deutschland, ausgewandert um dort gemeinsam eine Werkstatt zu betreiben. Anfangs arbeiteten sie in einem winzigen Atelier, neben grösseren Skulpturen hatten die Künstlerinnen kaum Platz zum Arbeiten. Auch mussten sie schnell feststellen, dass es in Berlin gar nicht einfach war, an Hobelbänke und Holz zu kommen.

2008 sind Simea Menzel und Lena Schorno nach Berlin Neukölln umgezogen, nun können sie am selben Ort Wohnen und Arbeiten und sie haben auch ein kleines Ladenlokal, welches für verschiedene Anlässe, wie zum Beispiel Konzerte, benutzt wird. Die Künstlerinnen sind lokal gut vernetzt und engagieren sich in den verschiedensten Bereichen, So konnten sie Anfang September 2010 an dem Projekt „Grün macht Schule“ mitwirken. Dabei haben fünf Bildhauer zusammen mit drei Schulklassen Objekte auf dem stillgelegten Flughafen Tempelhof aufgestellt.

Durch den Standort Berlin erhalten die Holzbildhauerinnen auch spezielle Aufträge. So konnten sie schon für andere Künstler  Figuren in Holz umsetzten und Requisiten für Dreharbeiten erstellen. Für ein französisches Schloss haben sie Ornamente nach alten Vorlagen geschnitzt.

Im Moment sind ihre Arbeiten in der Ausstellung „Muss und Muse“ zu sehen. Die Ausstellung ist noch bis zum 31. Oktober in Berlin Prenzlauer Berg, Deutschland, geöffnet.

Vom 13. bis zum 28 November machen Simea Menzel und Lena Schorno an der Austellung „Problemhuufe“ in der Reithalle Bern, Schweiz, mit.

 

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